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Aktuelle News

13. August 2021

Kombiniertes Unterrichtsmodell am Standort Sursee

Am Standort Sursee wird ab Herbst 2021 das berufsbegleitende Studium im Bereich Unternehmensprozesse mit Vertiefung in Betriebstechnik neu in einer kombinierten Unterrichtsform – Präsenzunterricht und Distance Learning – angeboten.

Im Bildungsgang «Betriebstechnik HF» steht vernetztes Denken und Handeln im Zentrum – organisatorische und betriebswirtschaftliche Problemstellungen in Unternehmen werden analysiert und bereichsübergreifende Lösungen erarbeitet. Im Mittelpunkt des neuen Kombi-Unterrichtsmodells steht die Vernetzung und Kombination von unterschiedlichen Unterrichts- und Lernformen. Für eine optimale Vereinbarkeit mit der Berufstätigkeit kann der Online-Unterricht abends und die Präsenzlektionen am Samstagvormittag besucht werden. Jeweils am Montag- und Mittwochabend wird virtuell gelehrt und gelernt, dem Unterricht kann ortsunabhängig – sei es an einem ruhigen Arbeitsplatz zu Hause oder im Geschäft – gefolgt werden. Die Lektionen werden in virtuellen Klassenzimmern durchgeführt und interaktiv mit den Studierenden gestaltet. Gezielt werden Tools wie Whiteboard oder Chats eingesetzt, um den Fernunterricht abwechslungsreich zu gestalten. Am Samstagvormittag im Präsenzunterricht am Standort Sursee wird Wert auf die soziale Komponente gelegt und auf den persönlichen Austausch fokussiert.

Berufsbegleitend besuchen ambitionierte Berufsfachleute die dreijährige Weiterbildung und schliessen die Weiterbildung mit dem Titel «Dipl. Techniker/in HF Unternehmensprozesse» ab. Betriebstechnikerinnen und -techniker sind Generalisten, die innerbetriebliche Prozesse und Strukturen wirtschaftlich und zweckmässig gestalten und steuern. Der optimale Ressourceneinsatz und die Steuerung von Produktionsverfahren, Arbeitsabläufen sowie Material- und Informationsflüssen gehören zu ihrem Aufgabengebiet. Sie befassen sich mit Logistik, Marketing, technischem Verkauf und übernehmen Führungs- sowie Ausbildungsaufgaben. Als Allrounder/innen mit vertieftem Fachwissen prägen sie die Organisationsstruktur sowohl in Handels-, Industrie- als auch in Dienstleistungsunternehmen.

Der Bildungsgang «Betriebstechnik HF» startet Mitte Oktober. Der Unterricht in der Innerschweiz findet im Bildungszentrum AM Suisse Zentral statt – der Unterrichtsort ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bietet eine offene Lernumgebung.
01. Juli 2021

Diplomfeier Nachdiplomstudien HF

Im Frühsommer 2021 schlossen eine Studentin und 19 Studenten ihr Nachdiplomstudium HF an der ABB Technikerschule mit Erfolg ab. An der Diplomfeier am 1. Juli 2021 konnten die Absolvierenden das wohlverdiente Diplom in Empfang nehmen - ein wichtiger Meilenstein in ihrer beruflichen Karriere. Wir gratulieren herzlich!
13. April 2021

Digitalisierter Motorenprüfstand

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit haben drei Absolventen des Bildungsgangs zum «Dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik» Motoren- und Steuerungstechnik in Kombination mit einem automatisierten Messablauf inklusive Datenerfassung und generiertem Prüfprotokoll eingesetzt, um den Prüfstand wirtschaftlich zu betreiben. Die Arbeit wurde von der Firma Gebrüder Meier AG, Regensdorf in Auftrag gegeben.

Der Prüfstand
Die Gebrüder Meier AG ist seit über 100 Jahren in der Instandhaltung von elektrischen Maschinen tätig. Der Motorenprüfstand ist ein wichtiger Bestandteil der Firma, denn durch diesen wird die Qualität von elektrischen Maschinen sichergestellt. Da dieser mittlerweile in die Jahre gekommen ist und nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entspricht, lag es an den Studenten, ein geeignetes Konzept zu entwickeln, um den Prüfstand wieder fit für die Zukunft zu machen. Dabei stand die Digitalisierung der Messdatenerfassung und die Erneuerung der Leistungsansteuerung im Mittelpunkt.

Lage der Messdatenerfassung
Die Messdatenerfassung erfolgte komplett von Hand und nahm einiges an Zeit in Anspruch. Ausserdem mussten für verschiedene Messungen unterschiedliche Messgeräte eingesetzt werden, was ebenfalls einen erhöhten Zeitaufwand erforderte.

Lage der Speisesteuerung
Da die Prüflinge komplett unterschiedliche Leistungen und Frequenzen aufwiesen, wurde das Netz des Prüfstands durch einen Generator gespiesen. Diese Konstellation ermöglichte ein leistungs- und frequenzänderbares Netz. Der Generator wurde durch eine Gleichstromtechnologie angetrieben. Aufgrund seines langjährigen Einsatzes wart ein Ausfall der gesamten Energieerzeugung des Prüfstands nicht undenkbar.

Blick in die Zukunft (Digitalisierung)
Das Konzept, welches von den Studenten entwickelt wurde, ermöglichte den Ersatz aller Messgeräte, welche bei den statischen (nicht bewegenden) Messungen zum Einsatz kamen, durch ein einziges Messgerät. Dadurch kann die Zeit, welche für die Messungen benötigt wird, beinahe halbiert werden. Die künftige, digitale Datenerfassung wird durch eine vom Projektteam vorgegebene Applikation ermöglicht. Diese zeigt klare Vorgehensweisen und Entscheidungshilfen bei Messabläufen auf und reduziert somit die vom Benutzer verursachten Fehler auf ein Minimum. Ausserdem kann für gleiche oder ähnliche Maschinentypen ein einheitlicher Messablauf konzipiert werden, anstelle dass dieser wie heute immer wieder auf ein Neues durchdacht werden muss. Diese Vorteile verringern den Zeitaufwand und den damit verbundenen Kostenaufwand immens.

Blick in die Zukunft (neue Speisesteuerung)
Bei der Erarbeitung der neuen Konzepte stach eines klar aus der Menge: Die Wechselstromantriebstechnologie. Mittels dieser wird die bestehende Gleichstromtechnologie durch eine komplett neue Wechselstromtechnologie ersetzt. Durch diese lässt sich der Generator vollständig ausschöpfen, was eine Leistungserhöhung des Prüfstands um knappe 50kW ermöglicht. Ausserdem werden durch den einfachen Aufbau des Wechselstrommotors und durch die Leistungseinsparung die Unterhaltskosten gesenkt. Somit wäre ein klarer Mehrwert für den Kunden bei der Umsetzung dieses Konzepts vorhanden.

Fazit
Die von den Studenten entwickelten Konzepte dienen einerseits dazu, den Prüfstand wieder auf den heutigen Stand der Technik zu bringen und somit die Schwachstellen zu eliminieren und anderseits, um zukünftige Kosten beim Prüfen einzusparen.


31. März 2021

Vereintes Nachdiplomstudium für die Elektroplanungsbranche

Mit der Weiterbildung zum/zur «Dipl. Elektro-Sicherheitsexperte/in NDS HF» wirken die ABB Technikerschule und Electrosuisse gemeinsam dem Fachkräftemangel entgegen und stärken die Ausbildungsvielfalt in der Elektroinstallations- und Planungsbranche.

Das Nachdiplomstudium «Elektro-Sicherheitsexperte/in NDS HF» bietet Fachkräften eine hervorragende Möglichkeit, sich im Elektroinstallations- und Elektroplanungsbereich fortzubilden. Werden die Kriterien für die Zulassung zur Praxisprüfung erfüllt, dient das Nachdiplomstudium als ideale Prüfungsvorbereitung zur Erlangung der Fachkundigkeit. Das NDS HF richtet sich nicht nur an zukünftige Absolvierende der Praxisprüfung, sondern auch an interessierte Fachfrauen und -männer, welche ein breites Fachwissen in der Planung und Errichtung von elektrischen Installationen und Anlagen erlangen möchten. Zusätzlich eignen sich ambitionierte Spezialisten das aktuelle Wissen und die Tools zur erfolgreichen Führung eines Unternehmens an. Als «Dipl. Elektro-Sicherheitsexperte/in NDS HF» übernehmen sie Bauherrenmandate, führen Elektro-Energieberatungen durch, können Elektro-Energieexpertisen erstellen oder sind in der Elektroplanung in einer leitenden Funktion tätig.

Aufnahmekriterien
Die Zulassung zum Nachdiplomstudium HF bedingt den Abschluss einer eidg. anerkannten Höheren Fachschule für Technik, den Abschluss einer Fachhochschule oder ETH.

Die Kriterien zur Zulassung zur Praxisprüfung ist in der NIV (734.27) Art. 8 sowie in der UVEK- Verordnung (734.272.3) Art. 2-4 geregelt. Die Kriterien der UVEK-Verordnung werden mit dem bestandenen Diplom als «Dipl. Elektro-Sicherheitsexperte NDS HF» vollumfänglich erfüllt.

Studienablauf
Das berufsbegleitende Nachdiplomstudium HF dauert drei Semester mit anschliessender Diplomprüfung und startet im Oktober 2021. Der Unterricht findet jeweils am Freitag statt.