Farbunternehmen will Emissionen reduzieren

24. März 2021

Mit dem Ziel, den hohen Energieverbrauch und die produzierten CO2-Emissionen zu reduzieren, gelangte ein renommiertes Farbunternehmen an die ABB Technikerschule in Baden. Drei Diplomanden erarbeiteten in ihrer Diplomarbeit zum «Dipl. Techniker HF Elektrotechnik, Vertiefungsrichtung Energietechnik» ein entsprechendes Konzept. Das Ziel: Anschaffung einer Photovoltaikanlage sowie die Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektromobilität.

Mit dem Ziel, den hohen Energieverbrauch und die produzierten CO2-Emissionen zu reduzieren, gelangte ein renommiertes Farbunternehmen an die ABB Technikerschule in Baden. Drei Diplomanden erarbeiteten in ihrer Diplomarbeit zum «Dipl. Techniker HF Elektrotechnik, Vertiefungsrichtung Energietechnik» ein entsprechendes Konzept. Das Ziel: Anschaffung einer Photovoltaikanlage sowie die Umstellung der Fahrzeugflotte auf Elektromobilität. Bestandsaufnahme Zuerst führte das Projektteam eine Bestandsaufnahme durch. Die Diplomanden mussten beurteilen, ob sich besser eine Süd- oder eine West-Ost-Auslegung der Photovoltaikmodule eignet, es wurden verschiedene Speichermöglichkeiten erörtert, und der Ladebedarf der künftigen Elektromobilität wurde miteinbezogen. Schliesslich musste die Wirtschaftlichkeit der Lösung errechnet werden. Konzept mit verschiedenen Varianten Das Projektteam erstellte ein Konzept mit verschiedenen Varianten: • PV-Anlage mit Rückspeisung der gesamten Erzeugung • PV-Anlage mit Rückspeisung des Überschusses • PV-Anlage mit Speicherung des Überschusses über Batterien und optimierter Entladung • PV-Anlage mit integrierter Elektromobilität und deren optimierter Ladung • PV-Anlage mit integrierter Elektromobilität und zusätzlichem Batteriespeicher Die Berechnungen ergaben, dass die wirtschaftlichste Lösung eine West-Ost-Ausrichtung der PV-Anlage ist. Eine Speicherlösung wurde verworfen. Mit der Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und einem intelligenten Energiemanagement besteht die Möglichkeit, Lasten beliebig zu verschieben. Dadurch kann bei einer Überproduktion des Solarstroms die Elektroflotte geladen werden. Gemäss den Berechnungen werden somit 18 Prozent der benötigten Energie der Ladestationen durch die PV-Anlage gewährleistet, wodurch der Eigenverbrauch auf die bestmögliche Weise gesteigert werden kann. Die PV-Anlage wird nach knapp 16 Jahren amortisiert sein und nach 20 Jahren sogar einen Gewinn von ca. 45' 000 Franken abwerfen. Dieses Konzept ermöglicht zudem eine Einsparung von über 430 Tonnen CO2 während einer Laufzeit von 20 Jahren.